25. September 2008
EINS
„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.”
Thomas Morus (1478–1535)
ZWEI
Kultur ist ein Grundbedürfnis des Menschen.
Seismographisch reagiert sie auf Dinge, bevor sie explodieren. Sie ist Katalysator unseres Seins. Subjektive Selbstansichten und Selbstbewertungen werden stets aufs Neue hinterfragt.
Wie Teile der Etablierten, leistet dies vor allem die nonkonforme Kultur. Sie ist soziale Avantgarde, sich nach gesellschaftlicher Assimilation ständig erneuernd.
Alles war Avantgarde.
DREI
Der Klub 500 sieht in Erfurt eine mangelnde Unterstützung für aktuelle Tendenzen in Kunst und Kultur.
Die Rolle der zeitgenössischen Kunst und ihre Bedeutung für die Gesellschaft wird zu wenig reflektiert. Stattdessen wird der Focus auf historische Ereignisse gelenkt.Erfurt mutiert zu einem Potemkinschen Dorf.
VIER
Der Klub 500 vereint Künstler, Kulturschaffende und Kunstinteressierte aus allen Städten mit dem Ziel, zeitgenössische Kunst und Kultur zu fördern. Er versteht sich als Netzwerk, Plattform des Austausches und Lobby. Der Klub 500 ist ein Anfang. Er will die Kommunikation innerhalb und außerhalb der Zirkel
intensivieren und Projekte aus allen Bereichen der zeitgenössischen Kunst und Kultur entwickeln, unterstützen und durchführen.
FÜNF
Der Klub 500 ist keine Organisation im herkömmlichen Sinne, sondern eine Idee. Niemand außer den Handelnden ist für Aktionen verantwortlich. Lauft schneller, die alte Welt ist hinter Euch her.
Thomas Schmidt & Dirk Teschner
September 2008